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Jungesellenabschied organisieren leicht gemacht

Kategorie: Allgemein

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes haben sich im Jahr 2010 insgesamt 382.047 Paare getraut. Ein Rekord, denn im Jahr zuvor waren es nur 378.439. Im Durchschnitt waren die Brautleute 33,1 Jahre alt (Männer) bzw. 30,2 Jahre (Frauen). Sowohl die Zahl der Eheschließungen, aber auch das durchschnittliche Heiratsalter ist in den letzten Jahren gestiegen.

Mit einer solchen Hochzeit verbunden sind auch verschiedene Hochzeitsbräuche. Der Junggesellenabschied, in Großbritannien als “stag night” bekannt, schwappte vor einigen Jahren auch zu uns herüber. Dabei feiern die Freunde des zukünftigen Ehemanns bzw. die Freundinnen der zukünftigen Ehefrau (in diesem Fall wird das Ganze “hen night” genannt) eine letzte zünftige Party, bevor der ernsthafte Teil des Lebens beginnt. Es noch einmal so richtig knallen lassen, bis weit in die Morgenstunden hinein nur mit den Kumpels feiern – natürlich fließt der Alkohol dabei in Strömen, und manches Mal kann es auch recht enthemmt zugehen – so sieht ein ordentlicher Junggesellenabschied aus. Doch wie läuft das eigentlich ab bzw. wie organisiert man so was überhaupt? Nun sind gute Junggesellenabschied-Ideen gefragt.

Zuallererst braucht man den richtigen Organisator: Am besten wählt man einen guten Freund des Bräutigams, einen, der sich mit Partys auskennt und im Freundeskreis für seine genialen Einfälle bekannt ist. Ein Szenekenner wäre also nicht verkehrt. Hat man einen solchen gefunden, der sich auch noch bereit erklärt, sich der Aufgabe anzunehmen, braucht man einen Termin. Hier heißt es aufzupassen! Einen Junggesellenabschied einen oder zwei Abende vor der Hochzeit zu feiern, ist gemeinhin keine gute Idee: Meist ist der Bräutigam dann bei der Trauung noch so verkatert, dass er womöglich anschließend nur noch eine verschwommene Erinnerung an den eigentlich schönsten Tag seines Lebens hat. Auch hat es sich so manche Braut angesichts des nach Alkohol riechenden, schwankenden und rotnasigen Mannes an ihrer Seite schon mal anders überlegt. Solche Pannen sollten natürlich vermieden werden. Als Termin eignet sich also ein Datum, das dem Ehemann in spe genug Zeit zur Ausnüchterung lässt. Etwa eine Woche vor dem Trauungstermin dürfte in etwa passen. Auch die potenziellen Teilnehmer sollten genau überprüft werden – Spaßbremsen bleiben am besten außen vor. Wenn diese Fragen alle geklärt sind, kann man sich an die Detailfragen heranwagen: Wo wird gefeiert? Unter welchem Motto? Wird eine Stripperin engagiert? Eine Limousine mit Chauffeur bestellt? Noch was vergessen? Weitere Informationen kann man sich auf myflitter.de einholen.

Am eigentlichen Tag des Junggesellenabschieds schließlich – meist ein Freitagnachmittag oder ein Samstag, da dann in der Fußgängerzone viele Menschen unterwegs sind – muss der Bräutigam, oft in einer albernen Verkleidung, für das nötige Kleingeld sorgen. Zu diesem Zweck bekommt er einen Bauchladen mit allerlei Krimskrams darin, den es an mehr oder willige Passantinnen zu verkaufen gilt. Sehr beliebt ist auch die Methode “1 Kuss – 1 Euro”, bei welchem die Passantin einen dicken Lippenstiftabdruck auf dem weißen Shirt des zukünftigen Ehemanns hinterlässt. Hat man ausreichend Geld zusammen, so geht es standesgemäß mit der Limousine in einen angesagten Club.

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