
Wenn im Freundes- und Bekanntenkreis geheiratet wird oder sich Nachwuchs ankündigt, hadern Singles oftmals besonders stark mit der Tatsache, dass sie keinen Partner haben. 13 Millionen Deutsche zwischen 25 und 45 Jahren sollen derzeit Single sein – nur ein Bruchteil davon hat sich bewusst für das Alleinsein entschieden. Die meisten hegen den Wunsch, einen passenden Partner zu finden, wissen aber oft nicht, wie sie dies anstellen sollen. Die eigene Schüchternheit stellt für viele ein großes Problem dar. Einfach jemanden ansprechen, das trauen sie sich nicht zu, aus Angst, einen Korb zu bekommen und sich hinterher noch schlechter zu fühlen. Auch die Wirtschaft und der Handel haben entdeckt, dass es bei einer Vielzahl an Alleinlebenden durchaus einen Markt für Single-Reisen, Single-Fertiggerichte und unzählige ähnliche Angebote gibt. Diese Produkte sind speziell auf die Bedürfnisse von Alleinstehenden abgestimmt und lassen den Begriff „Single“ wie einen neuen Lebensstil erscheinen. All das ändert jedoch nichts daran, dass viele der Betroffenen ihre Lebenssituation am liebsten so schnell wie möglich ändern würden. Single sein ist für sie keine Einstellung, sondern eine ungeliebte Übergangszeit bis zur nächsten Beziehung.
Um das Single-Dasein zu beenden, gibt es verschiedenste Methoden, derer man sich bedienen kann. Wem es nicht von selbst gelingt, in die Disco oder ein Café zu gehen und dort jemanden anzusprechen, der kann sich dabei von sogenannten Flirt-Coaches helfen lassen. Diese versuchen, das Selbstbewusstsein ihrer Klienten zu stärken und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Schüchternheit überwinden und einen positiven Eindruck beim anderen (oder selben) Geschlecht machen können. Besonders Alltagssituationen werden hier gern verwendet, um Kontakt zu neuen Leuten herzustellen. Auf speziellen Single-Veranstaltungen treffen Menschen aufeinander, die von vorneherein voneinander wissen, dass sie auf Partnersuche sind. Das kann einiges vereinfachen; es besteht jedoch auch die Gefahr, dass das Zusammentreffen ein wenig gezwungen wirkt.
Vielen erscheint es da einfacher, den ersten Kontakt nicht persönlich, sondern online zu knüpfen. Auf Partnerbörsen, in Single-Chats oder über, auf speziellen Plattformen geschaltete, Single-Anzeigen findet man dazu Gelegenheit. Ob man selbst eine Suchanzeige schaltet oder lieber auf solche antwortet, ist sicherlich Geschmackssache. Mit einem auf der jeweiligen Webseite erstellten Profil kann man sich selbst und seine Hobbys, Wünsche, Abneigungen und ähnliche Informationen vorstellen. Ein Foto kann dabei sein, muss es aber nicht. Wie weit die ersten Kontaktversuche gehen, kann jeder Single selbst entscheiden; allerdings ist es ratsam, zunächst nicht allzu viel von sich preiszugeben und vor allem keine persönlichen Daten an Fremde weiterzureichen. Hat man Interesse an jemandem entwickelt, können die ersten Gespräche per E-Mail oder Chat stattfinden, bevor man später miteinander telefoniert und sich vielleicht auch einmal persönlich trifft. Für das erste Treffen bieten sich öffentliche Orte wie Cafés oder Restaurants an. Wenn man so vielleicht auch nicht immer gleich den Traumpartner findet, lernt man doch zumindest neue Leute kennen. Mit etwas Glück und wenn die Chemie stimmt, kann aus einer auf diesem Wege geschlossenen Freundschaft aber eventuell auch die Beziehung werden, die man sich gewünscht hat.
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