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16-08-10
Vogelsberger Liberale schreiben Brief an Minister Rösler

Die Diskussion über Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen ist derzeit in vollem Gange. Aus diesem Anlass suchte eine Abordnung der Vogelsberger FDP das Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kreisstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen Dr. Burckhardt Dietz-Magel. Zweck des Gesprächs war es, sich ein genaueres Bild über die aktuelle Situation in der ärztlichen Versorgung aus Sicht der Patienten zu machen, und sich über die Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform für die Vogelsberger Hausärzte zu informieren.

Die Diskussion über Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen ist derzeit in vollem Gange. Aus diesem Anlass suchte eine Abordnung der Vogelsberger FDP das Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kreisstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen Dr. Burckhardt Dietz-Magel. Zweck des Gesprächs war es, sich ein genaueres Bild über die aktuelle Situation in der ärztlichen Versorgung aus Sicht der Patienten zu machen, und sich über die Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform für die Vogelsberger Hausärzte zu informieren.



Dr. Dietz-Magel nahm die Gelegenheit wahr, um sein Unverständnis gegenüber der Berliner Gesundheitspolitik Luft zu machen. Er monierte unter anderem, dass die finanzielle Ausstattung der Hausärzte bereits jetzt prekär sei, und durch das Sparpaket im Gesundheitswesen die Situation noch verschärft würde. Er verlieh seiner Irritation darüber Ausdruck, dass man zwar auf kommunaler Ebene bemüht sei, gegen den Hausärztemangel anzugehen, aber ausgerechnet der Bundesgesundheitsminister den Beteiligten dabei in den Rücken falle.



Dr. Bernd Stumpf, der Vorstandsvorsitzende, äußerte angesichts der Kritik Verständnis für den Unmut unter den praktizierenden Hausärzten und nehme diesen sehr ernst. Er betonte dabei aber, dass der Bundesgesundheitsminister nicht die Schuld an dieser Entwicklung trage. Rösler müsse nun aber mit den Auswirkungen der Versäumnisse der letzten Bundesregierungen fertig werden. Die gegenwärtige Lage habe sich schließlich schon seit Jahren angedeutet, ohne dass ihr von dessen Amtsvorgängern die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Allerdings sehe die Vogelsberger FDP den von Rösler eingeschlagenen Weg kritisch. Man sehe die medizinische Versorgung der Bevölkerung und die Existenz der Hausarztpraxen unter den derzeitigen Vorzeichen gefährdet, denn laut einer Untersuchung muss man davon ausgehen, dass lediglich 25% der Hausarztpraxen einen Nachfolger finden werde, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht ändern. Daher wolle man sich gegen die geplanten Maßnahmen zur Wehr setzen. Man werde nun innerparteilich die Situation diskutieren und überlegen, was man effektiv gegen die sich immer weiter verschlechternde Situation tun könne. Auch werden sich die Liberalen im Vogelsbergkreis zeitnah schriftlich mit dem Bundesgesundheitsminister in Verbindung setzen, um ihm die Sichtweise der Partei vor Ort zu schildern. Weder die Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung, noch die Belange der Hausärzte in ländlichen Gebieten dürften vernachlässigt werden, so Stumpf.



Autor: GERNOT MÜLLER

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